Wertschätzung am Arbeitsplatz "Schule"

Richtlinie zum Erhalt und zur Förderung eines positiven Arbeitsklimas am „Arbeitsplatz Schule“

Die „Parteiunabhängige LehrerInnenliste – Unabhängige GewerkschafterInnen“ (PULL-UG) steht für eine Organisationskultur, die sich durch partnerschaftliches und wertschätzendes Verhalten am „Arbeitsplatz Schule“ auszeichnet. Diese bildet die Basis für ein positives innerbetriebliches Arbeitsklima (Schulklima) und ist damit eine wichtige Voraussetzung für die Qualität einer Schule.

Ein durch gegenseitige Wertschätzung getragenes Arbeitsklima wirkt sich natürlich auf die Leistungsqualität der Lehrpersonen und darüber hinaus auf die Leistungsqualität der SchülerInnen aus. Von einem positiven Arbeitsklima profitieren letztlich alle Beteiligten (SchülerInnen, LehrerInnen und Dienstgeber). Negativ kommunikative Handlungen und mangelnde Fürsorgepflicht seitens Vorgesetzter (SchulleiterInnen, PSIs,.. ) können gesundheitliche, psychosoziale, rechtliche und wirtschaftliche Folgen verursachen bis hin zur Zerstörung des Selbstwertgefühls der/des Betroffenen und der menschlichen Werte der Schulen. Darüber hinaus entstehen dadurch der Volkswirtschaft hohe Mehrkosten – Schätzungen zu Folge pro Fall zwischen 80.000 und 100.000 Euro.

Daher entwickelte die PULL-UG auf Basis der „Charta der Grundrechte der Europäischen Union“ nachfolgende allgemeine Grundsätze betreffend „Richtlinie zum Erhalt und zur Förderung eines positiven Arbeitsklimas am Arbeitsplatz Schule“.

 Allgemeine Grundsätze

  • Jede/r Bedienstete (LehrerInnen, SchulleiterInnen, Pflicht- u. LandesschulinspektorInnen, …) ist verpflichtet, an der Erhaltung des Arbeitsfriedens (Schulklima) und eines menschenwürdigen Arbeitsklimas mitzuwirken.

  • Die Persönlichkeit jedes/r Bediensteten ist zu respektieren.

  • Verstöße gegen die Menschenwürde am „Arbeitsplatz Schule“ bedeuten schwerwiegende Störungen des Arbeitsfriedens, denn sie können Unsicherheit, Stress, Druck, Einengung, menschliches Leid und schließlich gesundheitliche Schäden begründen.

  • Zu den Verstößen gegen die Menschenwürde gehören insbesondere bewusste, gezielte oder grob fahrlässige Herabwürdigungen von KollegInnen und Kollegen. Sie stellen Dienstpflichtverletzungen dar, unter bestimmten Voraussetzungen können solche Handlungen auch sonstige verwaltungs- oder strafrechtliche Konsequenzen bzw. Schadenersatzansprüche nach sich ziehen. 

  • Vorgesetzte (SchulleiterInnen, Pflicht- u. LandesschulinspektorInnen , …) haben daher im Sinne dieser Richtlinie bei Verletzung der Menschenwürde am „Arbeitsplatz Schule“ ehestmöglich einzuschreiten.

Jede/jeder Betroffene hat das Recht sich bei der/bei dem unmittelbaren Vorgesetzten zu beschweren. Ist diese(r) in den Fall involviert, können sich die Bediensteten bei der/bei dem nächsthöheren Vorgesetzten beschweren. Dieses Beschwerderecht darf jedenfalls keine Auswirkungen auf den beruflichen Werdegang haben und zu keiner Benachteiligung führen.

Betroffene sollten je nach Konfliktsituation die Möglichkeit haben, sich an folgende Einrichtungen, Stellen und Personen zu wenden:

  • PersonalvertreterInnen

  • Konfliktpräventionsbeauftragte(r) – Koordinator(in)

  • KonfliktlotsInnen (MediatorInnen, SupervisorInnen)

  • Mobbingberatungsstelle                    -   externe Stelle

  • Juristische Beratungsstelle                -   externe Stelle       

  • Antidiskriminierungsstelle                 -   externe Stelle       

  • Gleichbehandlungsbeauftragte(r)    -   externe Stelle

  • Behindertenvertreter(in)                     -   externe Stelle 

„Konfliktmanagement“ hat ein fixer Bestandteil der LehrerInnenaus- und –fortbildung an der Pädagogischen Hochschule zu sein und soll auch in die Managementausbildung von Führungskräften im Schulbereich Eingang finden.

Alle VerantwortungsträgerInnen haben die Verpflichtung zur Vermeidung von Verstößen gegen den Arbeitsfrieden (Schulklima) und zur permanenten Verbesserung des Arbeitsklimas beizutragen.

Fazit: Durch bewussten systematischen und zielgerichteten Umgang mit Konflikten wird eine konstruktive Konfliktbewältigung überhaupt erst möglich. Dadurch wird die Eskalation von Konflikten verhindert und Diskriminierung, Mobbing und anderen negativ kommunikativen Handlungen vorgebeugt.

Alle PULL-UG AktivistInnen und FunktionärInnnen (PersonalvertreterInnen, GewerkschafterInnen) erachten den Aufbau eines „Internen Konfliktmanagements am Arbeitsplatz Schule“ als absolut essentiell und werden daher im Rahmen ihrer Tätigkeit den Aufbau und die Entwicklung desselben mit vollstem Engagement betreiben.