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Regierung einigte sich auf Ausbau der Ganztagsschule

Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) erwartet sich dadurch eine „deutliche Verbesserung der Bildungsqualität“ in Österreich und sprach von einem „Herzensprojekt“. Die Qualität sei in Ganztagsschulen „deutlich besser“ als in herkömmlichen Schultypen.

Ziel des Gesetzes ist, dass künftig jeder Schüler im Umkreis von maximal 20 Kilometern eine ganztägige Schulform besuchen kann. Gefördert werden dabei sowohl die verschränkte Ganztagsschule (Wechsel aus Unterricht, Lern- und Freizeit über den ganzen Tag mit verpflichtender Anwesenheit) als auch reine Nachmittagsbetreuung (ohne Anwesenheitspflicht). Außerdem ist für die Schaffung von Ferienbetreuung an den Schulen Geld vorgesehen.

ÖVP verweist auf Wahlfreiheit

Staatssekretär Harald Mahrer (ÖVP) hob beim „Debriefing“ nach dem Ministerrat die Wahlfreiheit hervor. So soll bedarfsgerecht investiert werden - er verwies auf die Schulautonomie. Kritik aus der Begutachtung habe man ebenfalls berücksichtigt. So werden etwa auch die Privatschulen aufgenommen, das sei eine „sinnvolle Geschichte“, so Mahrer.

Über die Verteilung von 500 Mio. Euro entscheide das Ministerium; über die 250 Mio. Euro die Länder gemäß den Kriterien, die dem Ministerium vorzulegen sind. Ebenfalls beschlossen wurde die Bildungsinnovationsstiftung, die vorerst mit einem Grundstock von 50 Mio. Euro die Digitalisierung des Bildungssektors vorantreiben soll.