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Das Bildungsprogramm von ÖVP und FPÖ im Überblick

Pädagogengesetz

Das neue Besoldungsrecht für Lehrer soll Teil eines neuen Pädagogengesetzes sein. Im Programm festgeschrieben ist eine "leistungs- und outputorientierte Gestaltung" der Gehälter für Lehrer. Details dazu wurden noch nicht verhandelt. Es soll "klare Regeln" für die Anstellung, Bewertung und Kündigung von Lehrern geben. Fortbildungen sollen für Pädagogen zur Pflicht werden, steht im Papier. Kurz wollte sich dazu bei der Pressekonferenz nicht äußern.

Kindergarten

In einem ersten Schritt sollen Leiter von Kindergärten eine akademische Ausbildung machen müssen. Für Kindergartenpädagogen sollen höhere Standards für die Aus- und Weiterbildung gelten. Welche genau, steht nicht im Programm. Für Kinder, bei denen Probleme mit der deutschen Sprache oder Entwicklungsschwierigkeiten festgestellt werden, soll ein zweites Kindergartenjahr verpflichtend werden. Auch diese Regierung nimmt sich einen einheitlichen Rahmenplan für Kindergärten vor. Strache und Kurz betonten ebenso die Wertevermittlung im Kindergarten.

Bildungspflicht

ÖVP und FPÖ wollen ein Grundwissen und Grundfertigkeiten festlegen, über die Schüler am Ende ihrer Schullaufbahn in Lesen, Schreiben und Rechnen verfügen müssen. Auch soziale und kreative Kompetenzen sollen Teil dieser Bildungspflicht sein. Schüler müssen die Schule besuchen, bis sie die Mindeststandards erfüllen oder volljährig sind.

Sanktionen für Eltern

Wenn Schüler ihre gesetzlichen Pflichten – also auch die Bildungspflicht – nicht erfüllen, sollen den Eltern die Sozial- und Transferleistungen gekürzt werden.

Deutsch vor Schuleintritt

Wer die Unterrichtssprache "nicht ausreichend" beherrscht, soll eine eigene Deutschklasse besuchen.

Gymnasium

Wenig überraschend haben die Verhandler das "differenzierte Schulsystem" – also das Gymnasium beziehungsweise die Neue Mittelschule – ab zehn Jahren in ihrem Programm festgeschrieben. Für höhere Schulen soll es außerdem eine "temporäre Möglichkeit" für Eingangsverfahren geben.

Noten

Wie bereits berichtet, sollen Kinder in allen Volksschulklassen wieder mit Ziffernnoten von eins bis fünf bewertet werden. Verbale Beurteilungen bleiben erlaubt. Eine Leistungsdokumentation soll es vom Kindergarten bis zum Abschluss der Schule geben.

Ethikunterricht

Für alle Schüler, die keinen Religionsunterricht besuchen, soll der Ethikunterricht verpflichtend werden.

Lehrpläne

Wirtschaftliche Kompetenz und unternehmerisches Denken soll in die Lehrpläne einfließen. Generell nehmen sich die Verhandler eine Überarbeitung aller Lehrpläne vor.

Bürokratie

Als "Sofortmaßnahme" sollen alle Erlässe, Verordnungen und Rundschreiben des Bildungsministeriums auf ihre Praktikabilität und ihre Erfordernisse überprüft werden. Die Schulsprengel sollen in ihrer jetzigen Form aufgelöst werden.