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Wieder Diskussion um schulautonome Tage

Der Zwickeltag am Freitag gibt wieder einmal Anstoß für eine Auseinandersetzung zu dem Thema schulautonome Tage. Die amtierende Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl fordert die Abschaffung der insgesamt fünf Tage, die von den Wiener Schulen individuell gewählt werden können. Diese seien eigentlich eingeführt worden, um die pädagogische Entwicklung an den Schulen zu diskutieren, in der Realität seien sie für viele Schulen aber einfach zu Extra-Ferientagen geworden.

Schulautonome Tage „abschaffen“

„Für viele Eltern werden die durch die schulautonomen Tage geschaffenen Zusatzferien zu einem Betreuungsproblem. Umso mehr, wenn man mehrere Kinder hat. Daher: Abschaffen!“, sagte Brandsteidl. Die Präsidentin forderte, die durch eine Abschaffung frei werdenden fünf beziehungsweise vier (in den Volksschulen) Tage ganz gezielt für schulische Wander- und Sporttage zu verwenden: „So entlasten wir die Familien und leisten zusätzlich einen Beitrag zu mehr Sport und Bewegung an unseren Schulen“, sagte Brandsteidl.

ÖVP für Reform, nicht für Abschaffung

In eine ähnliche Kerbe schlägt auch ÖVP Bildungssprecherin Isabella Leeb, die in der kommenden Woche auch einen entsprechenden Antrag im Wiener Gemeinderat einbringen wolle. Dieser solle sowohl einen eltern- als auch kindergerechten Lösungsansatz und eine bessere Planung im Vorfeld ermöglichen.

Gerade im Mai und Juni würden zahlreiche Feiertage an Donnerstagen nicht nur zur ersehnten Erholung bringen, sondern viele Eltern, vor allem in Mehrkindfamilien vor eine Herausforderung hinsichtlich der Betreuung ihrer Kinder stellen. „Wien muss hier Vorarlberg werden“, sagte Leeb, und verwies darauf, dass dort die schulautonomen Tage gebündelt würden und das Problem damit aus der Welt geschafft sei. Keine Lösung, sagte Leeb weiter, sei jedenfalls die Abschaffung der schulautonomen Tage, wie Brandsteidl gefordert.