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Kärntner Landeshauptmann entmachtet Direktorin nach Streit mit Lehrern

Feldkirchen – In einem massiven Konflikt zwischen Direktorin, Lehrerschaft und Eltern an einer Volksschule in der Kärntner Bezirksstadt Feldkirchen hat Landeshauptmann und Bildungsreferent Peter Kaiser (SPÖ) hart durchgegriffen. In einer Aussendung am Freitag kündigte er die Entmachtung der Direktorin und eine Zusammenlegung der Schulleitung mit jener der zweiten Feldkirchner Volksschule an.

Das Klima zwischen Direktorin und Belegschaft der Volksschule 2 war zuletzt derart vergiftet, dass praktisch alle Lehrer – von Bediensteten mit nur einzelnen Stunden Lehrverpflichtung abgesehen – Versetzungsanträge stellten. Ein großer Teil der Elternschaft wollte einen Wechsel der Klassenlehrer für ihre Sprösslinge nicht hinnehmen und drohte am Donnerstag mit einem Wechsel in die Volksschule 1. Der Volksschule 2 wären einhundert der knapp 140 Schüler wenige Tage vor Schulbeginn abhanden gekommen.

Auf Anordnung Kaisers gab es am Donnerstagabend einen letzten Versuch der Einigung. Das Gespräch scheiterte offenbar. Deshalb verfügte der Bildungsreferent nun die Zusammenlegung der Direktionen der beiden Volksschulen. Die Direktorin der Volksschule 2 erhalte eine neue Aufgabe, hieß es. „Damit gibt es keine Notwendigkeit von Versetzungen der Lehrerinnen und Lehrer und die Kinder können am Montag sorgenfrei mit ihren vertrauten Lehrerinnen und Lehrern in das neue Schuljahr starten“, erklärt Kaiser in der Aussendung des Landespressedienstes.