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Neue Kommission soll Ziele erarbeiten


Die Punkte aus dem präsentierten Bildungspapier sind zum Teil bekannt und betreffen unter dem Schlagwort „Schulstart neu“ etwa die Übergangsphase vom Kindergarten in die Volksschule. Laut Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) sollen Kinder von fünf bis sieben Jahren besser vom Kindergarten in die Schule begleitet werden. In einem Stufenplan wird die Schuleingangsphase 2014/15 an 35 Standorten erprobt und evaluiert. Flächendeckend soll diese Maßnahme im Schuljahr 2016/17 umgesetzt werden. 

Heinisch-Hosek stellte das Programm bei der gemeinsamen Pressekonferenz am Ende der Regierungsklausur vor.

45 Mio. Euro soll es für die Sprachförderung geben: Hier werden vom Bildungsministerium jährlich 25 Mio. Euro in Sprachförderkurse an Schulen investiert, vom Außen- und Integrationsministerium sind es 20 Mio. Euro jährlich für die Sprachförderung im elementarpädagogischen Bereich im Rahmen einer 15a-Vereinbarung. „Die Bildungssprache Deutsch soll möglichst früh von den Kindern beherrscht werden“, so Heinisch-Hosek. Der „Österreichische Leseplan“ soll die Leseförderung forcieren und sicherstellen, dass sich Österreich beim nächsten PISA-Test verbessert.

Mehr Autonomie auch bei Stundengestaltung

Gestärkt werden soll die Schulautonomie, was den Einrichtungen etwa ein eigenes Profil, personelle und zeitliche Autonomie ermöglichen soll. Konkret soll es etwa die Möglichkeit geben, Stunden zu blocken - was flexiblere Pausengestaltung und ein Abgehen von der starren 50-Minuten-Einheit beinhaltet. Ganz abgeschaffen werden soll die 50-Minuten-Einheit aber offenbar nicht.

Bis 2018/19 werden 800 Mio. Euro in den Ausbau ganztägiger Schulformen investiert, bis dahin soll für jedes dritte Kind ein Schulplatz zur Verfügung stehen. Für die Ganztagsschule gibt es nun eine „Qualitätsoffensive“, so sollen etwa Kriterien für die Qualität der Freizeit und Lernzeit festgelegt werden. Laut Heinisch-Hosek wird auch die Initiative Erwachsenenbildung für die nächsten drei Jahre fortgeführt. Erwachsene können dabei kostenlos den Pflichtschulabschluss nachholen.

Bildungsdiskussion „entkrampft“

Die tägliche Bewegungseinheit oder Turnstunde ist ebenfalls im Papier genannt und soll an jeder ganztägigen Schule Realität werden. Hier soll auch mit Trainern aus Sportvereinen sowie Vereinen aus dem Musik- und Kreativbereich zusammengearbeitet werden. Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) betonte bei der gemeinsamen Pressekonferenz, man werde die Schulen für Trainer aus Vereinen öffnen. „Bildung hört nicht auf“, so Heinisch-Hosek.

Eine Bildungsreformkommission, bestehend aus jeweils vier Vertretern des Bundes und der Länder, soll nun rasch ihre Arbeit aufnehmen und laufend beratend tätig sein. Wer ihr angehört, wurde noch nicht bekanntgegeben, Heinisch-Hosek wird jedenfalls dabei sein. Die Kommission soll die strategischen Bildungsziele erarbeiten, hieß es.