Körperliche oder mentale Belastungen am „Arbeitsplatz Schule“ sind weit verbreitet. Sei es eine nicht zu lösende Weisung seitens der Direktion, anonyme Beschwerden der Eltern an die Direktion, fehlender Rückhalt in Krisensituationen, oder der immer höher werdende Anforderungsdruck der Obrigkeiten.

Dabei noch die Waage zwischen diesen Anforderungen und der emotionalen Gesundheit zu halten, ist für viele LehrerInnen in solchen Fällen nicht mehr möglich. Eine ausgewogene Work-Life-Balance à „Was ist das?“ bekommt man in vielen Gesprächen ironischerweise als Antwort zu hören. Der LehrerInnenberuf ist nicht nur ein Job – es ist ein unentwegtes Aufopfern seiner eigenen Energie zur bestmöglichem Förderung vieler sehr unterschiedlicher Individuen.

Durch diesen ständigen Druck und diese Belastung klagen sehr viele KollegInnen bereits über körperliche Beschwerden wie Magenschmerzen, ständige Kopfschmerzen und Müdigkeit, oder Gelenksschmerzen. Dies sind bereits Anzeichen des Körpers, dass etwas nicht stimmt. Doch LehrerInnen sind mitunter die pflichtbewusstesten ArbeitnehmerInnen in unserer Gesellschaft und denken sich immer wieder: „Ich bleibe nicht zuhause. Meine KollegInnen müssen dann ja für mich supplieren.

Doch genau dann sollte man auf seinen Körper hören, der schon beinahe nach Ruhe und etwas Entschleunigung schreit! Achtet man dann nämlich nicht auf diese Signale, kann es passieren, dass die kleinen Wehwehchen bald zu etwas Schlimmeren werden.

Wenn die akute Bitte danach auch noch keine Beachtung findet, könnte die Belastung bereits auf eine chronische Ebene gelangen und eine schwerwiegendere Krankheit könnte entstehen. Hier wäre bereits ein guter Zeitpunkt, die Notbremse zu ziehen und die wichtigeren Dinge in den Vordergrund zu holen, denn in der nächsten Stufe können sich am Körper irreparable Schäden wie Organschädigungen oder Krebs entstehen.

Unser wichtigstes Hab und Gut ist unsere Gesundheit. Doch wie kann man diese, bei all dem wachsenden Druck, bewahren? Es gibt viele Möglichkeiten, die man sehr leicht in den Alltag (sowohl schulisch als auch privat) einbauen kann:

 

  • Positiv denken à positive Emotionen verleihen Kraft und setzen Talente und Können frei. Sie stärken Körper und Geist und machen fit für Krisenzeiten. Negative Emotionen rauben Kraft und verhindern Entfaltung des Potentials. Sie schwächen die Immunabwehr und sind oft Ursachen für Krankheiten. (1 min negatives Denken schwächt das Immunsystem für 6 Stunden)
  • Die Anforderung an sich selbst runterschrauben à „Ich mache meinen Job immer gewissenhaft. Ich kann nicht mehr leisten, als möglich!“

  • „Nein!“ sagen lernen! à Wir sind keine Maschinen, die unentwegt 120% geben müssen.

  • Spaß am Unterrichten finden à „Ich unterrichte mit Leichtigkeit und einem gewissen Frohsinn!“

  • Das Schöne sehen! à Aufschreiben, wenn etwas Schönes passiert ist. (ein Lächeln von einem Kind, ein nettes Wort von der KollegInnen, ein dankendes Wort von Eltern – alles ist erwünscht)

  • Entspannung! à ENT-Spannung. (durchatmen, genießen, Zeit für Schönes bewusst nehmen)

  • Nicht ärgern! (Ärger macht alles nur ärger) à „Es ist wie es ist!“

Das Leben ist zu kurz, um es mit Ärger und Stress zu verbringen.

 

Judith Leitgeb, BEd, Dipl. Mental- und Kindermentaltrainerin, Dipl. Resilienztrainerin

 

 

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