LEITLINIEN DER PULL-UG

  1.  Bereich Schule
  2.  Bereich Dienst- und Besoldungsrecht
  3.  Bereich Gewerkschaft und Personalvertretung

 

 Die PULL-UG tritt ein für

 

(1)   Bereich Schule

  1. Für die gemeinsame Schule aller 6- bis 15-jährigen

  2. Für pädagogische Schwerpunktsetzungen am Schulstandort ohne künstlichen Konkurrenzdruck auf die Schulstandorte

  3. Für die konsequente Umsetzung von Gender Mainstreaming

  4. Für die Demokratisierung des Lehrkörpers - die LehrerInnenkonferenz ist die oberste Instanz, nicht die Schulleitung

  5. Für die Beibehaltung der Methodenfreiheit in vollem Umfang

  6. Für die Optimierung der Rahmenbedingungen für jede Art von Integration/Inklusion (Kinder mit besonderen Bedürfnissen, Kinder mit Sonderpädagogischem Förderbedarf und Kinder aus anderen Herkunftsländern) vor allem hinsichtlich der Ressourcenfrage

  7. Für bedarfsorientierte Förder- und Stützmaßnahmen im sonderpädagogischen Bereich – statt prozentueller Kontingentzuweisungen (derzeit 2,63%)

  8. Für ein ausreichendes Angebot an ganztägigen Schulformen auf freiwilliger Basis aller Beteiligten, ohne dienst- und besoldungsrechtliche Änderungen - es soll zu keiner Mehrbelastung der LehrerInnen durch verpflichtende Anwesenheit am Nachmittag bzw. über die Lehrverpflichtung hinaus führen. Dies erfordert zusätzliche Ressourcen. Für ein ausreichendes Freizeitangebot ist zu sorgen

  9. Für völlige Kostenfreiheit des Bildungssystems für die Eltern

  10. Für die Senkung der KlassenschülerInnenhöchstzahl auf 20

  11. Für die Erhaltung möglichst vieler Schulstandorte (z.B. Kleinschulen im ländlichen Bereich)
    Mehr Ressourcen an den Schulen (Schwerpunktsetzungen, Unverbindliche Übungen, Förderunterricht, Verhaltenspädagogische Maßnahmen, ....)
    Supplierreserven an den Schulen

 

(2)   Bereich Dienst- und Besoldungsrecht

  1. Für ein Schulleitungsteam auf Zeit, gewählt von der LehrerInnenkonferenz und den betroffenen SchulpartnerInnen; Abschaffung des parteipolitisch besetzten Landesschulratskollegiums

  2. Aufwertung der LehrerInnenkonferenz (oberste Entscheidungsinstanz) – Ablehnung der Personalhoheit durch SchulleiterInnen

  3. Ablehnung des „Neuen LehrerInnendienstrechts“ Durch die erhöhte Lehrverpflichtung erfolgt die Einsparung von Dienstposten. Weiters die Streichung der Abschlagstunden für IT und Schulbibliothek. Mehr Arbeit ohne entsprechende Abgeltung

  4. Für die Wiedereinführung der KV-Abschlagstunde innerhalb der Lehrverpflichtung, jedoch nicht zu Lasten der SchülerInnenstunden, sowie für die Wiedereinführung der Abgeltung der administrativen Belastung und der Abgeltung für die Schulpartnerschaft für die klassenführenden LehrerInnen

  5. Für eine klare Festlegung der Lehrverpflichtung aller LehrerInnen (20 Wochenstunden)

    - Gegen jegliche Flexibilisierung der Arbeitszeit

    - Gegen " All - inclusive" Arbeitsverpflichtungen und gegen jegliche Erhöhung der Lehrverpflichtung

  6. Gegen Mangelverwaltung durch Globalbudgets für jeden Schulstandort

 

(3)   Bereich Gewerkschaft und Personalvertretung

  1. Für konsequente Interessenvertretung durch Gewerkschaft und PV im Sinne der LehrerInnen ohne Rücksicht auf Partei- und Dienstgeberinteressen

  2. Für mehr Demokratie in Gewerkschaft und Personalvertretung, für direkte Gewerkschaftswahlen und Ressourcengerechtigkeit in Personalvertretung (PV) und Gewerkschaft

  3. Für die Einführung von Sanktionen bei Verletzungen des Bundes-Personalvertretungs-Gesetzes (PVG)

  4. Für die tatsächliche Einbindung aller Mitglieder des Dienststellenausschusses (DA) der Personalvertretung bei der Erstellung des Dienstpostenplanes bzw. bei allfälligen Versetzungen und Zuweisungen

  5. Für eine Neuregelung der Budgets der Länder für Supplierkosten; für die Auslagerung von Supplierungen, Mutterschaftskarenzurlauben und Sonderurlauben aus den Dienstpostenplänen der Länder - diese stellen einen unkalkulierbaren Faktor dar, der die Dienstpostenpläne zusätzlich belastet. Deshalb sollten diese Kosten aus dem vom Bund anhand des LehrerInnen : SchülerInnen Verhältnisses zur Verfügung gestellten Gesamtbudgets herausgenommen und gesondert verrechnet werden.

  6. Für die Abschaffung der Deckelung der Mittel für den Sonderpädagogischen Förderbedarf (derzeit 2,63 %) und statt dessen bedarfsgerechte Förderung

  7. Für die Vorsorge im Bundesbudget für die Mehrkosten durch die Biennienvorrückungen

  8. Für jährliche Gehaltserhöhungen, bestehend aus einem staffelwirksamen Inflationsausgleich und einem Anteil am Wirtschaftswachstum

  9. Gegen die Privatisierung und für den Ausbau der öffentlichen, staatlichen Dienstleistungen (vor allem Bildung, Gesundheit, öffentlicher Verkehr, Wasserversorgung, allgemeine soziale Bereiche und Pensionen) jenseits marktwirtschaftlichen Gewinnstrebens
    - Gegen Bildungs- und Sozialabbau